Pinkes Gemüse Kimchi Style

Gemüse fermentieren

…..habe ich neu für mich entdeckt.

Apfelessig mache ich schon länger selbst und das klappt auch wunderbar. Jetzt habe ich mir zwei Gläser Gemüse eingelegt.

Kimchi ist im Original eine koreanische Spezialität und ist ein supergesundes Lebensmittel. Das Gemüse wird roh fermentiert und enthält deshalb noch alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Aber eben auch eine Menge guter Darmbakterien, die Probiotika. Die spielen eine wichtige Rolle für ein intaktes Immunsystem und eine gute Darmgesundheit.

Leider wurde in allen Rezepten, die ich gefunden habe Chili verwendet und anscheinend ist Kimchi wohl scharf. Da habe ich mich noch nicht heran getraut und deshalb ist mein pinkes Gemüse auch nur „Kimchi Style“. Ich benutze etwas Currypaste als Gewürz. Häufig wird als Zutat auch Sojasauce verwendet.

Kommen wir zu meinem Rezept:

Pinkes Gemüse Kimchi Style

Equipment

  • sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss

Zutaten
  

  • 1 mittelgroßer Chinakohl
  • 2 Möhren
  • 100 g Rote Beete
  • 1 Apfel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück frischer Ingwer
  • 1 TL oder mehr Salz abschmecken
  • 4 TL gelbe Currypaste mild
  • 1 TL oder mehr Chilliflocken alternativ zur Paste, falls du es schärfer magst

Anleitungen
 

  • Vom Chinakohl einige äußere Blätter entfernen und beiseite legen
    (so viel, wie Gläser, die befüllt werden sollen)
    Den restlichen Kohl in Streifen oder mundgerechte Stücke schneiden.
  • Möhren, rote Beete und Apfel grob raspeln.
    Frühlingszwiebel in Scheiben schneiden.
    Alles in eine sehr große Schüssel geben.
  • Knoblauch, Ingwer, Currypaste und Salz in einem Mixer zerkleinern oder von Hand sehr fein hacken.
    Zum Gemüse geben.
  • Nun beginnt das Kneten (am besten mit Handschuhen wegen der roten Farbe).
    Massiert das Gemüse kräftig bis der Chinakohl weich wird und Flüssigkeit verliert. Das sollte ungefähr 5 Minuten dauern.
    Nun deckt ihr die Schüssel mit einem Handtuch ab und lasst das Ganze ca. 6 Stunden ziehen. Dabei jeweils nach 2 Stunden erneut kneten.
    Jetzt sollte sich das Volumen halbiert haben und das Gemüse mit Flüssigkeit bedeckt sein.
  • Das Gemüse mit einem Löffel in die vorbereiteten Gläser füllen. Gut fest drücken. Oben etwas Platz lassen. Durch die Fermentation vergrößert sich das Volumen wieder.
    Gemüse mit einem Chinakohlblatt abdecken.
    Den Deckel nur lose auf das Glas auflegen, oder das Glas mit einem Tuch und Gummiband abdecken.
  • Nun die Gläser für 2-3 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen. (Ich stelle sie in eine Auflaufform, falls doch etwas Flüssigkeit über läuft).
  • Nach 2 Tagen probieren. Der "Kimchi" sollte sauer, aber nicht faul schmecken. Entscheide selber, wie sauer du es magst. Je länger das Gemüse draußen steht, um so stärker wird der saure Geschmack.
    Ist es für dich gut, verschließe die Gläser fest mit dem Deckel und stelle sie in den Kühlschrank. Dort stoppt die Fermentation und die Gläser können mehrere Monate so lagern.
  • Entnehme die benötigte Portion Kimchi immer mit einem sauberen Besteck und verschließe das Glas wieder gut.

Ich gebe immer eine kleine Portion Kimchi zum Salat oder einfach als Belag auf eine Scheibe getoastetes Brot.

Lust es auch zu probieren? Es lohnt sich.

Tine

Vegane Sahne

zum Kochen aus Cashews

Wir lieben Rahmsauce. Selten gibt es ein Gemüse „nur“ pur. Meist wird es hier in einer cremigen „Sahne“-Sauce verputzt.

Da die fertigen veganen Ersatzprodukte aber allesamt im Tetrapack daher kommen, verwende ich in der Küche eine selfmade (und in meinem Fall, da Unverpacktladen, auch müllfreie) Alternative.

Du benötigst zwei Zutaten und einen starken Mixer.

75 g Cashewkerne (in nehme Bruch, das ist preiswerter)

und

200 g Wasser

Das ist alles.

Zusammen in den Mixer geben und schön fein pürieren. Wer keinen Hochleistungsmixer besitzt, weicht die Cashews vorher für 2 Stunden ein. Dann sollte es auch mit einem Pürierstab funktionieren.

Dann einfach an das Gericht geben und kurz aufkochen lassen, so dass die Sauce schön andickt. Fertig.

Dieses Basisrezept kannst du natürlich auch noch mit Hefeflocken, Kurkuma, Senf oder anderen Gewürzen variieren.

Lass` es dir schmecken….

Tine

Zwetschgenkuchen

und damit kündigt sich für mich jetzt so langsam der Herbst an. Kirmes in meiner Heimatstadt Moers und mein Geburtstag. Alles gefühlt verbunden mit einem Kuchen.

Heute habe ich ihn klassisch auf einem fluffigen Hefeteig gebacken. Das Hefeteigrezept ist das gleiche, wie beim Aprikosen-Marzipankuchen und reicht für ein Blech von diesem köstlichen Kuchen.

Zwetschgenkuchen

Equipment

  • Backblech oder Springform 28cm Ø (dann das halbe Rezept)

Zutaten
  

  • 75 g vegane Margarine
  • ½ Päckchen Hefe
  • 250 g Pflanzenmilch
  • 75 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • ½ TL Salz

Belag

  • 1,5-2 Kilo Zwetschgen
  • evtl etwas Zucker zum Bestreuen (je nach Säure der Pflaumen)
  • Zimt

Anleitungen
 

  • Aus den Zutaten einen Hefeteig kneten und gut abgedeckt verdoppeln lassen.
    Dann Zwetschgen entsteinen.
    Den Teig auf einem Backblech verteilen und erneut 30 Minuten gehen lassen.
    Anschließend mit den Zwetschgen belegen. Falls nötig mit Zucker und evtl. etwas Zimt bestreuen.
    Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft ca. 20-25 Minuten backen.

Ich hatte allerdings Lust auf einen runden Kuchen, so habe ich zwar die komplette Menge an Teig zubereitet, aber eine Hälfte davon eingefroren. Für eine Springform reicht dann 1 Kilo Zwetschgen.

Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken

Tine

Pflaumengalette

Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob es ein Kuchenrezept oder eher ein Dessert ist. Auf jeden Fall ist es schnell gemacht und seeeehr lecker.

Pflaumengalette

Zutaten
  

  • 220 g Mehl
  • 3 EL Puderzucker
  • 100 g kalte Pflanzenmargarine
  • 40 ml kaltes Wasser
  • 1 Prise Salz

Belag

  • 500 g Zwetschgen
  • Pflanzenmilch zum Einstreichen

Anleitungen
 

  • Aus den Zutaten schnell einen Mürbeteig kneten und in ein Bienenwachstuch eingeschlagen für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  • Pflaumen entsteinen und halbieren
  • Ofen auf 200°C Unter- und Oberhitze vorheizen
  • Den Teig auf einem Backblech ausrollen. (Kreis von ca. 30 cm Ø)
    Mit den Pflaumen belegen, dabei am Rand ca. 3 cm frei lassen. Den Rand über die Füllung klappen.
    Mit etwas Pflanzenmilch bestreichen und die Galette ca. 25 Minuten backen.

Schmeckt am besten noch etwas warm und mit einer Kugel Eis.

Probiert es unbedingt aus, bevor die Pflaumensaison vorbei ist.

Tine

Den Sommer konservieren – Tomatenrezepte

oder was tun bei Tomateneskalation im Beet

Nach unserem Sommerurlaub 2018

Sylt

  fanden wir in unserem Hochbeet die totale Tomateneskalation vor (von der einen Gurkenpflanze sprechen wir hier nicht). Es waren nur 2 Pflanzen, aber die haben wirklich alles gegeben.

Die nächsten Wochen von Tomatenbrot oder Tomatensalat leben war keine wirkliche Option, also habe ich mich auf die Suche nach Rezepten gemacht.  Sommer in Gläsern…….

Ich habe sie hier für euch aufgeschrieben:

Als erstes habe ich eine einfache Tomatensauce gekocht und noch blubbernd in saubere Gläser gefüllt. Wie bei Marmelade auf den Kopf gestellt abkühlen lassen – Fertig!!

Dazu habe ich 1 Zwiebel, eine Knoblauchzehe gehackt und in Olivenöl angedünstet. Ca. 1 Kilo Tomaten in Stücken dazu gegeben. Kurz gekocht. Kräuter Deiner Wahl (z.B. Basilikum, Oregano, Rosmarin) dazu.                    Salz – Pfeffer – Pürieren

Als nächstes gab es eine Tomaten-Karottensuppe mit Kokos

Die lässt sich prima für kalte Herbstabende einfrieren!!

1 gehackte Zwiebel in etwas Kokosöl anrösten

400 g Karotten , 500 g Tomaten  würfeln und mit 1/4 TL Cayennepfeffer dazugeben

500 ml Wasser und 1 TL Salz angießen  und 15 Min  leicht köcheln

pürieren und dann 50 ml Kokosmilch dazu

Sehr lecker!!

Ein Curry – Ketchup habe ich damals auch noch produziert. Und das kam so:

Am allerersten Abend auf Sylt, im netten Strandlokal mit Blick aufs Meer, wurde am Nachbartisch eine Currywurst mit (Trüffel-) Pommes serviert. Obwohl ich seit 8 Jahren kein Fleisch mehr gegessen habe, ging mir diese dumme Wurst nicht mehr aus dem Kopf. Im Nachhinein war es auch gar nicht die Wurst, die mich reizte, sondern der betörende Duft dieser Currysauce. Bis in die Heimat verfolgte mich das. Kennt Ihr das? Dann muss man dem auch nachgeben, finde ich.

Leckerste Pommes gibt es hier in der Nähe zu kaufen, Soja-Bratwürstchen hatte ich im Vorrat, nur keine Currysauce.

Aber, ……….Richtig…….Tomaten!!!!

Also selber machen:

20 Datteln mit kochendem Wasser übergießen und ca. 20 Min einweichen.

2 Zwiebeln und 1 Knoblauchzehe hacken und in Olivenöl anbraten

1 Tube (250g) Tomatenmark mitbraten

8 Tomaten würfeln und Datteln abgießen, dazugeben

250 ml Wasser angießen

Alles ca. 15 Min köcheln lassen

Mit 2 EL Currypulver, Salz und Pfeffer abschmecken und in Flaschen (oder Gläser) füllen  (wie auch bei der Sauce – Flasche/Glas auf den Kopf stellen und so abkühlen lassen)

Dieser Ketchup wird seither jedes Jahr eingekocht.

Mittlerweile haben wir uns einen Dörrautomaten angeschafft. Damit kann ich mir jetzt einen Vorrat an getrockneten Tomaten in Olivenöl anlegen:

Das geht aber auch im Backofen.

Bei 50°C trocknen die Tomatenscheiben (am besten eine „fleischige“ Sorte)  ca. 7 Stunden. Danach gebt ihr die Tomaten in Schraubgläser, fügt ein paar Kräuter nach Wahl hinzu und gießt mit Olivenöl auf bis alles bedeckt ist.

Ich stelle die Gläser jetzt in den kühlen Keller und hoffe, dass sie sich dort auch gut halten. Ich werde berichten.

Die Optik ist jedenfalls schon mal toll.

Habt ihr noch mehr Ideen für mich? Immer her damit.

Habt es fein

Tine